Leben in Pankow um 1907
Pankow


Pankow
Blick auf Pankow ( Breite Straße ) um 1907

Aus dem Bauern- und Villendorf Pankow wurde in den Jahren 1890 bis 1910 ein Vorort mit großstädtischen Verhältnissen. Die rasant anwachsende Bevölkerungszahl ( 1905 - 29.346, 1910 - 45.271 Einwohner ) machte es notwendig, die Infrastruktur immer mehr in den Mittelpunkt der Gemeindeentscheidungen zu stellen. Aus dieser Zeit stammen die meisten Schulbauten oder es sind die Pläne dazu geschaffen worden.

Pankow
Pankow-City um 1907 - Berliner Straße, Ecke Breite Straße

Historische Ansichten aus Pankow aus den Jahren,
als das Realgymnasium in der Kissingenstraße gebaut wurde.
wichtige Bauten für die Gemeinde Pankow
Pankow
Pankower Rathaus - 1903 eingeweiht
Architekt Wilhelm Johow

Pankow
Gemeindekrankenhaus - 1906 eingeweiht
Initiator des Krankenhausbaus war Prof. Mendel,
Architekt Wilhelm Johow
markante Bauten an der Kissingenstraße
Pankow

Amtsgericht Pankow
Kissingenstraße 5-6 - seit 1906
dahinter das Amtsgerichtsgefängnis
an der Borkumstraße - seit 1907
Pankow
Katholische Kirche St. Georg
am Kissingenplatz, erbaut 1907- 1909
neue Arbeits- und Erholungsmöglichkeiten in Pankow
Pankow
ein wichtiger Arbeitgeber kommt nach Pankow
- Zigarettenfabrik Garbáty -
In der Hadlichstraße entstand 1906
das erste Fabrikgebäude.
Pankow
der Killisch von Horn Park / Bürgerpark
- eine beliebte Erholungsstätte -
Wilhelm Kuhr veranlasste 1907 den Kauf für
die Gemeinde Pankow für 1,5 Millionen Mark.


Im Jahr 1907 wurden auch andere bekannte Berliner Stätten eröffnet.
Adlon KaDeWe
Das Hotel Adlon
empfing 1907 seine ersten Gäste.
Das Kaufhaus des Westens (KaDeWe)
empfing 1907 seine ersten Kunden.
Adlon KaDeWe

Das Freibad Wannsee wurde 1907 eingeweiht.
Wannsee Wannsee


Reichsbanknoten um 1907: 1000 Mark, 100 Mark, 50 Mark, 20 Mark
Reichsmark
Ein Realgymnasiast wird solche Scheine damals kaum in seiner Tasche gehabt haben.
Hier einige Monatslöhne aus dieser Zeit:
Bautechniker: 125-200 Mark, Zimmermannsgeselle: 145 Mark, Metallarbeiter: 140-150 Mark,
Weber: 160 Mark, Dreher: 180 Mark, Frisör: 105 Mark, Hilfslehrer: 175 Mark.

Außenwerbung an einer Berliner Gaststätte aus dieser Zeit:
Preise Preise


Auch eine kleine "Erfindung" für die Ohren gibt es seit 1907 aus Berlin: "Ohropax"
Ohropax

Nicht anzuwenden während des Unterrichts;
aber empfehlenswert bei zu lauter Musik; das schützt vor "Altersschwerhörigkeit".



Quellen:
"Große Stadt aus kleinen Steinen", Ein Beitrag zur Geschichte des 19. Berliner Verwaltungsbezirkes, 1936
"Vom Dorf zur Großstadt", Anzeiger für den Berliner Norden, 1927
Heimatsammlung Manns, Pankow